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31. Januar 2026

GUM #14 – Digital Edition

Magazin für konzeptionelles Gestalten: Out Now!

Magazin für konzeptionelles Gestalten: Out Now!

Die GUM ist ein in unregelmäßiger Folge erscheinendes »Magazin für konzeptionelles Gestalten«, das seit 1997 am Fachbereich Gestaltung der Hochschule Bielefeld entsteht. Die erste digitale Ausgabe des GUM-Magazins widmet sich der Zukunft gestalterischer Praxis und der zentralen Frage: Wie wird ein analoges Magazin digital? Die 14. Ausgabe versteht sich als Labor und Reflexionsraum zugleich und erkundet anhand einer sorgfältig kuratierten Auswahl herausragender studentischer Projekte und Abschlussarbeiten der Hochschule die Schnittstellen transdisziplinärer Gestaltungslehre. Auf einer scheinbar endlos langen Doppelseite wird sichtbar, wie sich der gestalterische Experimentiergeist der vergangenen fünf Jahre dokumentieren, reflektieren und in eine neue mediale Form übersetzen lässt.

Das GUM-Magazin liegt erstmals nicht gedruckt vor, sondern als Symbiose aus analogem Magazin und digitaler Plattform. Ausgangspunkt war die Idee, ein klassisches Magazinlayout mit z. T. nativ-digitalen Mitteln ins Digitale zu übertragen: scrollbasiert von oben nach unten, angereichert durch Video, Animation, Interaktion und Ton – bewusst ohne mobile Optimierung. DMX, Fotografie und Bildmedien, Kommunikationsdesign und Mode treten in einen Dialog, der Gestaltung und Theoriebildung miteinander verschränkt. Die Überschneidungen von Text- und Bildbeiträgen eröffnen neue Perspektiven auf multidimensionale Innovationen und machen deutlich, dass digitale Gestaltung mehr sein kann als die Reproduktion etablierter Seh- und Nutzergewohnheiten.

Fotografie von Karla Schradi

Entstanden aus einer Laborsituation heraus, erhebt GUM #14 keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Im Zentrum stehen das Experiment, die Lust am Ausprobieren und die Entwicklung einer eigenständigen digitalen Typografie, die sich bewusst gegen normierte Webästhetiken stellt. Die Reise durch das Magazin bietet damit einen Ausblick auf zukünftige Formen des Editorial Designs und reflektiert zugleich die kreativen Prozesse und Haltungen am Fachbereich Gestaltung.

Fotografie von Adrian Stein

Jetzt kostenlos lesen: https://gum-magazin.de/

Art Direktion Johannes Nathow

Redaktion und Layout Team Johannes Nathow, Nina Michler, Lars Vieth

Programmierung Malte Michels

Redaktionelle Mitarbeit Aliya Amangeldi, Marius Gieske, Laura Kolik, Juyeon Ko, Lars Vieth, Samuel Wiebe

Idee »Das unendliche Magazin« Juyeon Ko, Lars Vieth

Textbeiträge Rafael Dernbach, Nina Michler, Claudia Rohrmoser, Samuel Wiebe

Gestalterische Beiträge Studierende und Ehemalige des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Bielefeld: Julia Autz, Darius Bange, Madlin Bentlage, Paul Düstersiek, Sandra Eden, Sarah Fyrguth, Daniel Götz, Roman Girsikorn, Fritz Grögel, Ronja Hempel, Hanno Hlacer, Mirko Israel, Janice Jensen, Kaan Kanbur, Lovis Knechtel, Karsten Kronas, Alina Lutz, Kati Lübeck, Sonja Mense, Fabia Meyer, Isabel Pallas, Patrick Pollmeier, Karina Reich, Katrin Ribbe, Samuel Cerqueira da Rocha, Tim Rodenbröcker, Raphael Helmut Schmitt, Maik Symann, Luisa Summe, Tilman Kunkel, Paulina Zoe Tillmann, Sihyun Woo, Anke Warlies

Herausgeber, Beratung Dirk Fütterer, Institut für Buchgestaltung | Hochschule Bielefeld

16. Dezember 2025

GUM #14 Magazin für konzeptionelles Gestalten – Digital Edition

Finally! GUM #14 – out soon!

Finally! GUM #14 – out soon!

GUM #14 widmet sich der Zukunft gestalterischer Praxis. Dabei stellt sie sich der elementaren Frage: Wie wird ein analoges Magazin digital?

Auf der Reise durch die 14. Ausgabe der GUM erkunden wir die Schnittstellen transdisziplinärer Gestaltungslehre mit einer sorgfältig kuratierten Auswahl herausragender studentischer Projekte und Abschlussarbeiten.

Auf schier endlos langen Doppelseiten könnt ihr sehen und lesen, wie wir den gestalterischen Experimentiergeist der letzten fünf Jahre präsentiert und reflektiert haben.

Wir laden euch herzlich ein am Dienstag, den 16.12., mit uns den Release der ersten digitalen Ausgabe der GUM, dem Magazin für konzeptionelles Gestalten des Fachbereichs Gestaltung zu feiern!

Um 18 Uhr gibt es im Raum 020 bei entspannter Musik und heißen Getränken auf Spendenbasis den ersten Blick ins Magazin. Wir freuen uns auf euch!

Liebe Grüße
Euer GUM-Team

1. Dezember 2025

the books are alright

Dokumentation zum Symposium zur Buchgestaltung

Dokumentation zum Symposium zur Buchgestaltung

Mit dem Symposium »the books are alright« wurde die Frage, ob das analoge Buch im digitalen Zeitalter noch eine Zukunft hat, erneut aufgegriffen und nicht theoretisch, sondern sinnlich, diskursiv und praxisnah verhandelt. In den sieben Vorträgen der renommierten Buchgestalter:innen Ondine Pannet, Hans-Jörg Pochmann, Lilla Hinrichs & Anna Sartorius, Simon Wahlers, Jonas Voegeli und Franziska Morlok standen Inspiration, Austausch und das bewusste Begreifen des Buches als Objekt im Mittelpunkt.

Mit einiger Verzögerung ist 2025 eine Dokumentation zum Symposium erschienen, die auf über 80 Seiten in Text und Bild die Veranstaltung rekapituliert. Die Broschüre erzählt die Vorträge in zusammengefasster Form nach und macht wesentliche Themen und Thesen einem interessierten Publikum zugänglich. Sie schafft die Möglichkeit, das Symposium und seine zentralen Fragestellungen nachzulesen und nachzuerleben — insbesondere die Auseinandersetzung mit den zukünftigen Chancen und Möglichkeiten des Buchobjekts als analogem Medium im digitalen Kontext.

Die Dokumentation entstand ursprünglich als Teil der Bachelorarbeit von Lars Vieth. In Zusammenarbeit mit Luca Jonscher und Dirk Fütterer sowie mit Unterstützung von Andreas Beaugrand und Lucy Thiede wurde die ursprüngliche Vorlage 2025 inhaltlich und gestalterisch überarbeitet. Nach gründlichem Lektorat und neuem Zuschnitt wurde die Publikation in kleiner Auflage gedruckt und ist ab sofort über das Institut für Buchgestaltung erhältlich.

Layout und Satz Lars Vieth, Luca Hendrik Jonscher

Text Publikation Lars Vieth, Jana Mehnert

Lektorat und Korrektur Andreas Beaugrand, Lucy Thiede

Fotos Johannes Landstorfer, Nina Weymann, Lia Sophie Laukant, J. Alaaddin Avciogullari, Steffen Niers

Druck und Herstellung Druckpartner

Repros Adrian Stein

Text Dirk Fütterer

30. November 2025

Stell Dir vor …

Zines for Future

Zines for Future

„Imagine all the people, livin’ life in peace“ –
wer kennt nicht diesen Vers aus der berühmten Friedenshymne, die John Lennon 1971 veröffentlichte und die bis heute kaum mehr als ein schöner Menschheitstraum geblieben ist. Sollte man deshalb aufhören zu träumen?

Sind Träume wirklich nur Schäume? – Gerade in Zeiten, in denen Krisen und Umbrüche unseren Alltag bestimmen,braucht es doch Worte, Bilder und Visionen, an denen man sich wärmen und orientieren kann. Und ist das Entwerfen von möglichen Zukünften und Luftschlössern nicht vielleicht eine der wichtigsten Aufgaben von Gestalter:innen?

Only the sky is the limit. In diesem Sinne haben rund 30 Studierende im Rahmen eines Typografie-Seminars an der Hochschule Bielefeld ihren Freiraum genutzt, um ihren Gedanken und Träumen Gestalt zu geben. Unter dem Titel „Stell Dir vor, …“ sind Zines for Future entstanden – kleine, unabhängige Publikationen, die zeigen, was die Studierenden aktuell beschäftigt und wie sie sich eine bessere Zukunft vorstellen. Die Aufgabenstellung war bewusst offen formuliert und sollte soll dazu inspirieren, erzählerisch Grenzen zu überwinden, neue Horizonte zu entdecken und eigene Utopien zu entwerfen. Ob Fantasien von morgen oder der Traum von einer besseren Welt – der Vorstellungskraft waren keine Grenzen gesetzt.

Im Seminar skizzierten und entwickelten die Studierenden mehrere Ansätze und produzierten schließlich eine kleine Auflage. Die entstandenen Zines spiegeln eine beeindruckende Vielfalt wider: Sie sind persönlich, politisch, poetisch –manchmal witzig, manchmal nachdenklich, manchmal provokant. Gemeinsam zeigen sie, dass sich Träumen tatsächlich lohnt: als kreativer Prozess, als Ausdruck von Haltung, und als Investment in die Zukunft.

Text Dirk Fütterer

Ausstellungsgestaltung Julia Hildebrandt, Nina Michler und Alina Suchan

Fotografie Jannik Henk

10. Oktober 2025

WEST MEETS EAST

Exkursionsbericht von Bielefeld nach China

Exkursionsbericht von Bielefeld nach China

Der Exkursionsbericht »West Meets East« dokumentiert in Wort und Bild Begegnungen und Erfahrungen, die Studierende und Lehrende des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Bielefeld während einer Exkursion nach China im Wintersemester 2024/25 gesammelt haben.

Fotografie von Adrian Stein

Das Hawaii Chinas

Im November 2024 reisten 23 Studierende und 3 Lehrende des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Bielefeld in den Süden Chinas. Im Mittelpunkt der Reise stand der Besuch der Hochschule BiUH auf der Insel Hainan. Die Ergebnisse dieser Exkursion wurden im umfangreichen Projektbericht West Meets East dokumentiert, der auf 272 Seiten 23 Beiträge von 25 Teilnehmer:innen vereint. – In Text und Bild – fotografisch, illustrativ und typografisch – setzen sich Studierende und Lehrende mit Themen von Modetrends bis zu Minderheiten auseinander; ein besonderer Schwerpunkt liegt auf einem BiUH-Special zur Lehre und zum Campusleben in Hainan. 

Fotografie von Adrian Stein

Nǐ hǎo

Hauptziel dieser Exkursion war es, sich sowohl inhaltlich als auch gestalterisch mit der Hainan Bielefeld University of Applied Sciences, dem deutsch-chinesischen Austausch sowie dem Campus in Yangpu und Lingshui auseinanderzusetzen. Darüber hinaus widmeten wir uns weiteren Kernthemen, zum Beispiel einem Porträt der Insel Hainan sowie einer subjektiven Annäherung an China und seine vielfältige Kultur. Dabei setzten wir uns unter anderem mit der Entwicklung der Insel Hainan und ihren Bestrebungen zur Klimaneutralität auseinander, sowie mit den dort ansässigen chinesischen Minderheiten, den Li und Miao.

Fotografie von Adrian Stein

West meets east meets west

Wir betrachteten die Exkursion sowohl als Möglichkeit, den akademischen Austausch zwischen Bielefeld und Hainan aktiv zu fördern, als auch als Gelegenheit, uns einem Land anzunähern, das bereits heute einen enormen Einfluss auf unsere Lebensrealität ausübt und künftig weiter an Bedeutung gewinnen wird. Gerade dieser persönliche Zugang zu einem uns bisher weitgehend fremden Land trägt dazu bei, ein tieferes Verständnis für kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Facetten zu entwickeln, gegenseitige Vorurteile abzubauen und den internationalen Austausch nicht als Risiko, sondern als Chance wahrzunehmen.

Fotografie von Zhang Qichang

Konzeption und Gestaltung Julia Hildebrandt

Text- und Bildbeiträge Ina Batrov, Roman Bezjak, Moritz Boškovski Cara Determeyer, Ronja Falkenbach, Dirk Fütterer Jonas Glanz, Leon Haas, Tom Herzog, Julia Hildebrandt, Mara Homann, Leonard Kerkhoff, Spencer Kromberg, Janik Peltzer, Jana Przibylla Paul Ring, Darius Schmidt, Jana Stein Till Stürmann, Alina Suchan, Charlotte Sülflohn Lucia Thiede, Beki Turkiewicz, Simone Wall, Maira Wissing

Betreuung Roman Bezjak, Dirk Fütterer, Lucia Thiede

Repros Adrian Stein

19. bis 21. September 2025

»Between Books« Buchmesse

Das IFB präsentierte neue Titel in Düsseldorf

Das IFB präsentierte neue Titel in Düsseldorf

Am Institut der Buchgestaltung der HSBI ist ein Magazin entstanden, das sich in Beiträgen, Fotos und Interviews den großen Themen Transformationsdesign, Kunst und Zukunft annimmt. In der „Now What!?“ werfen die Studierenden Luna Schreiber und Lars Vieth auch einen kritischen Blick auf ihre Verantwortung als Gestalter:innen.

Kann Design die Welt retten? Welche Rolle kann Gestaltung in Krisenzeiten spielen? Mit nicht weniger als diesen großen Fragen beschäftigt sich das kürzlich erschienene Magazin „Now What?!“ vom Institut der Buchgestaltung der Hochschule Bielefeld (HSBI). Die Kommunikationsdesign-Studierenden Luna Schreiber und Lars Vieth haben im Magazin ihre Suche nach Antworten zusammengetragen. Interviews, Berichte und künstlerische Auseinandersetzungen zeigen, was schon jetzt in der Gestaltung passiert und welche alternativen Perspektiven sich für junge Gestalter:innen eröffnen – wenn sie nur mutig sind, alternative Wege zu gehen.

Lars Vieth und Luna Schreiber präsentierten ihr Magazin „Now What?" bei der Kunstbuchmesse „Between Books“ in Düsseldorf. © Dirk Fütterer

Das Magazin kostet 25 Euro und kann im IFB Shop bestellt werden: https://institut-buchgestaltung.de/werke/now-what-magazin

Kommunikationsdesign-Studentin Luna Schreiber zur Motivation hinter dem Magazin: „Die großen Themen unserer Zeit – der Klimawandel, der Turbokapitalismus und der Rechtsruck in der Gesellschaft – erzeugen ein Gefühl der existenziellen Verunsicherung.  Die Probleme, vor denen wir stehen, sind unmöglich auf individueller Ebene zu lösen.“ Lars Vieth ergänzt: „Wir sehen Gestalter:innen als Problemlöser:innen und haben uns deswegen die Frage gestellt: Was kann Design sein? Im Magazin wollen wir vor allem alternative und kollaborative Arbeitsweisen für Gestalter:innen erkunden.“

So wird im Gespräch mit der Kunsthistorikerin Prof. Dr. Anna Zika die Frage beantwortet, ob und wie es Gestalter: innen gelingen kann, sich in die Gesellschaft einzubringen, ohne sich dabei selbst auszubeuten. Autor und Designaktivist Ruben Pater erklärt, welche Strategien Designer:innen nutzen können, um sich über die kapitalistischen Rahmenbedingungen hinwegzusetzen. Der Medienphilosoph Gerhard Schweppenhäuser gibt einen Einblick in die Frage, wie sich ästhetische Entscheidungen ethisch reflektieren lassen. Von dem Wissenschaftler und Autor Stefan Klein wollten die Herausgeber:innen wissen, wie unser Verstand funktioniert und warum vermeintliche „Genies“ immer noch so eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft spielen. Außerdem gibt es Interviews mit Designstudios und Agenturen, die u.a. Werbung für Parteien entwerfen. 

Interviews, Berichte und künstlerische Auseinandersetzungen zeigen, was schon jetzt in der Gestaltung passiert und welche alternativen Perspektiven sich für junge Gestalter:innen eröffnen

Der Öffentlichkeit präsentiert wurde das Magazin „Now What?!“ erstmals auf der „Between Books“ in der Kunsthalle Düsseldorf. Bei der Buchmesse, auf der sich Kunstbuch und Independent Verlage, DIY-Kollektive und Künstler:innen präsentieren, war das Institut für Buchgestaltung mit einem eigenen Stand  vertreten – im Gepäck natürlich zahlreiche neue Projekte und Publikationen.

Dirk Fütterer, Professor für Typografie an der HSBI und Leiter des Instituts für Buchgestaltung: „Die Teilnahme an Buchmessen ist am Fachbereich Gestaltung eine seit Jahren praktizierte und gelebte Form des Theorie-Praxis-Transfers. Neben dem Austausch mit anderen Aussteller:innen und Studierenden anderer Hochschulen erfahren unsere Studierenden am Messestand eine direkte Reaktion auf die in Seminaren oder als Abschlussarbeiten entstandenen Veröffentlichungen. Werden die Themen der Publikationen als relevant empfunden? Ziehen die Werke genug Aufmerksamkeit auf sich? Und genügen die präsentierten Arbeiten den ästhetischen Ansprüchen eines wählerischen Publikums?“

Dem scheint so zu sein: Das „Now What?!“-Magazin gehörte zu den meistverkauftesten Veröffentlichungen des Instituts während der Buchmesse. Die Frage, ob und wie Design die Welt retten kann, ist unter Gestalter:innen also hoch im Kurs. Antworten und Inspiration finden nicht nur Designer:innen jetzt in der „Now What?!“.

Die Studierenden (v.l.) Lars Vieth, Luna Schreiber, Julia Hildebrandt und Nina Michler vertraten das Institut für Buchgestaltung und die HSBI auf der Kunstbuchmesse ›Between Books‹ in Düsseldorf.

1. September 2025

»Now What?!«

Magazin für Zukunftsgestaltung

Magazin für Zukunftsgestaltung

Im September 2025 ist das Magazin „Now What?!“ erschienen. Die Autor:innen Luna Schreiber und Lars Vieth widmen es einer zentralen Frage unserer Zeit: Welche Rolle kann Design angesichts globaler Krisen spielen?

Vor dem Hintergrund von Klimawandel, Turbokapitalismus und gesellschaftlichem Rechtsruck untersucht das Magazin, wie Gestaltung über reine Auftragsarbeit hinaus zu einem aktiven, verantwortungsvollen Handlungsfeld werden kann.

Ausgehend von der Annahme, dass Designer:innen immer auch Problemlöser:innen sind, versammelt „Now What?!“ Interviews, Berichte und künstlerische Auseinandersetzungen, die zeigen, welche alternativen, kollaborativen und kritischen Arbeitsweisen bereits heute existieren. Dabei geht es nicht um einfache Lösungen, sondern um die Erweiterung von Handlungsräumen und um den Mut, etablierte Wege zu hinterfragen.

Das Magazin fragt danach, wie sich Gestalter:innen gesellschaftlich einbringen können, ohne sich dabei selbst auszubeuten, und welche Perspektiven sich insbesondere für junge Designer:innen eröffnen.

Zu den Gesprächspartner:innen zählen unter anderem die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Anna Zika, die über Gestaltungsarbeit zwischen Engagement und Selbstausbeutung spricht, sowie der niederländische Autor und Designaktivist Ruben Pater, der Strategien jenseits kapitalistischer Rahmenbedingungen aufzeigt. Der Medienphilosoph Gerhard Schweppenhäuser beleuchtet, wie sich ästhetische Entscheidungen ethisch reflektieren lassen, während der Wissenschaftler und Autor Stefan Klein Einblicke in die Funktionsweise unseres Denkens gibt und erklärt, warum das Bild des „Genies“ bis heute gesellschaftlich wirkmächtig ist. Ergänzt werden diese Perspektiven durch Interviews mit Designstudios und Agenturen, die unter anderem politische Kommunikation und Parteikampagnen gestalten.

„Now What?!“ versteht sich als Einladung zur Auseinandersetzung und als Impulsgeber für eine Designpraxis, die Verantwortung übernimmt. Es ist jetzt im Onlineshop es Institut für Buchgestaltung erhältlich.

Autor:innen Luna Schreiber, Lars Vieth

1. Juli 2025

0425

Mode. Zeit. Geist.

Mode. Zeit. Geist.

0425 ist die erste Ausgabe einer Publikation für Modefotografie, welche begleitend zu der Ausstellung „Behind the Scenes – Mode. Zeit. Geist.“ im April 2025, Galerieraum HSBI-Satellit/Wissenswerkstadt in Bielefeld in limitierter Auflage erschien.

Gezeigt werden ausgewählte Arbeiten aus den Seminaren Modefotografie/Modefilm an der HSBI bei Prof. Katrin Thomas: hier wird gesellschaftlichen Zusammenhängen nachgespürt, der Zeitgeist kritisch hinterfragt, die vom Patriarchat definierten Geschlechterrollen re-inszeniert und Themen wie Identität und Alleinsein, Kindheitsträume und Erwachsenwerden bespielt. – Das Magazin ist aufwendig gestaltet, Typografie und Fotografie ergänzen sich auf gekonnt experimentelle, spielerische Art, die Gestaltung zitiert auf subtile Weise den kulturellen Puls. Mit Textbeiträgen von Katrin Thomas und Anna Zika.

Text Katrin Thomas

Herausgeberin Katrin Thomas, Institut für Buchgestaltung, Hochschule Bielefeld

Redaktion und Gestaltung Katrin Thomas, Tom Herzog, Serigne Buck

Repros Adrian Stein

28. April 2025

»Now What?!«

Podiumsdiskussion zur Zukunftsgestaltung

Podiumsdiskussion zur Zukunftsgestaltung

S A V E T H E D A T E

NOW WHAT?!

Das Institut für Buchgestaltung lädt ein zu einer Podiumsdiskussion rund um das Thema Zukunftsgestaltung!

Unsere Gesellschaft steht vor großen transformativen Aufgaben. In vielen Fällen überlassen wir es anderen mit den Herausforderungen der Zeit umzugehen, jedoch sind Designer:innen nicht zuletzt auch Problemlöser:innen. Wir stellen uns deshalb die Frage : Was kann Design sein?

Unter dem Titel »Now What?!« fassen wir unsere Fragen und unsere Suche nach Antworten angesichts der uns aktuell und in Zukunft bevorstehenden Krisen zusammen. Für unsere Podiumsdiskussion haben wir drei Gäste geladen, die sich auf unterschiedlichste Weise mit Transformationsdesign, Kunst und Zukunft beschäftigen. Wir freuen uns, diese Erkenntnisse, Haltungen und Überzeugungen mit euch zu teilen, sowie zusammen über Wege aus der Krise zu diskutieren und mögliche Lösungsansätze gemeinsam zu skizzieren!

Gleichzeitig möchten wir Euch das »Now What?!«-Magazin vorstellen, welches im Sommer 2025 erscheinen wird. Freut euch auf erste Einblicke!

WANN: Mo 28. April 2025, 16 bis ca. 18:30 Uhr

WO: Videostudio R 401

WAS: Podiumsdiskussion zur Zukunftsgestaltung

WER: Stephanie Hobmeier, Gründerin von by fair means

(Aktivismus, Kommunikationsdesign und Advocacy)

Paula Keilholz und Isabell Schnalle von Threads and Tits

(Alternative Mode, Artivism, Systematic Change)

Paula Keilholz und Isabell Schnalle vom Zukunfts*archiv Kollektiv

(Transformationdesign, politische Bildung und emanzipatorische Veränderung)

Moderiert von Luna Schreiber, Lars Vieth vom Institut für Buchgestaltung, Hochschule Bielefeld

Im Anschluss lassen wir den Abend mit Getränken und Snacks ausklingen und freuen uns darauf mit euch noch tiefer in den Austausch zu gehen.

Mehr Infos zum Thema, der Podiumsdiskussion und dem Magazin findet ihr auch auf: nowwhat-magazin.de

Wir sehen uns am Mo 28. April und freuen uns auf Euer zahlreiches Erscheinen!

Konzeption, Organisation, Gestaltung Lars Vieth, Luna Schreiber

28. April 2025

»Now What?!«

Was kann Design sein?

Was kann Design sein?

Am 28. April stellten wir uns die Frage: Was kann Design sein?

Mit unseren Gästen diskutierten wir über die Aufgabe von Gestaltung und tauschten uns über mögliche Zukünfte aus. Wir überlegten, wie Räume geschafft werden können und wie gezielt eingesetzte Kunstaktionen die Wahrnehmung verändern. 

Danke an alle die da waren und für den Austausch – sowohl während der Podiumsdiskussion als auch bei dem anschließenden Get-together. Für uns war es ein nachhaltig inspirierender Tag! 


Gäste
Stephanie Hobmeier ( @by_fair_means )
Paula Keilholz und Isabell Schnalle ( @threadsandtits )
Kristina Fromm ( Zukunfts*archiv Kollektiv )

Planung, Gestaltung und Moderation 
Luna Schreiber ( @carlotta.leben )
Lars Vieth ( @lars.vieth )

Fotos 
Janik Petzler ( @panikjeltzer )
Edgar Nienhüser ( @edgarnienhueser )

Danke auch an Lena Kupper ( @twice_signs ) für die Unterstützung bei Aufbau und Technik und den FSR ( @fsrgestaltung_hsbi ) für den leckeren Kaffee!

Die ganze Podiumsdiskussion könnt ihr außerdem auf YouTube ansehen!

Planung, Gestaltung und Moderation Luna Schreiber, Lars Vieth

Fotografie Janik Petzler, Edgar Nienhüser

Unterstützung Lena Kupper

28. Mai 2024

»Ich krieg zu viel«

Vortrag von Berliner Illustratorin Clara Sophie Klein

Vortrag von Berliner Illustratorin Clara Sophie Klein

Vor ein paar Wochen war die Berliner Illustratorin Clara Sophie Klein bei uns zu Besuch!

Clara nahm uns in ihrem Vortrag in unserer Bibliothek mit auf ihre Reise zur Selbstständigkeit als Illustratorin. Sie zeigte uns, dass es zwar herausfordernd, aber lohnenswert ist, seiner Leidenschaft zu folgen. 


Eine Lesung aus ihrem Buch »Ich krieg zu viel« schuf ein Gemeinschaftsgefühl und verdeutlichte, dass man mit diesen Gefühlen nicht allein ist.

Wir danken Clara für diesen sehr transparenten und inspirierenden Einblick!

Für mehr Infos und Claras Shop, folgt diesem Link: clarasophieklein.de

Organisation und Plakatgestaltung Rebekka Turkievicz

Fotos Edgar Nienhüser

22. bis 24. September 2023

MISS READ

The Berlin Art Book Fair 2023

The Berlin Art Book Fair 2023

Das Institut für Buchgestaltung nimmt dieses Jahr wieder an der MISS READ teil!

Neben mehr als 300 weiteren Ausstellern aus über 50 Ländern präsentieren wir an drei Tagen unser Programm. Wir freuen uns auf den Austausch, spannende Vorträge und drei wundervolle Tage im Haus der Kulturen der Welt in Berlin.

Das sagt die MISS READ selbst über sich: »Founded in 2009, MISS READ is dedicated to building a community and creating a public meeting place for discourse around artists’ books, conceptual publications and publishing as artistic and political practice. The festival is committed to broaden the spectrum of what publishing represents and aims to nurture different cultures and communities from around the world.«

Wir sind gespannt und freuen uns – hoffentlich sehen wir uns in Berlin!

Mehr Informationen findet ihr auf: https://missread.com

22. September 2023

MISS READ 2023

Wir präsentieren unser derzeitiges Programm auf der MISS READ in Berlin.

Wir präsentieren unser derzeitiges Programm auf der MISS READ in Berlin.

Vom 22. bis 24. September waren wir mit dem Institut für Buchgestaltung in Berlin und hatten einen Stand auf der diesjährigen MISS READ. An drei intensiven Tagen haben wir uns viele Bücher angesehen, über viele Bücher geredet und natürlich auch welche ver- (und ge-)kauft.

»MISS READ wurde 2009 gegründet und widmet sich der Community und der Schaffung eines öffentlichen Orts für den Austausch über Künstlerbücher, konzeptionelle Publikationen und das Publizieren als künstlerische Praxis.«, so schreibt die MISS READ selbst.

Thematisch legte die Messe ihren Blick dieses Mal auf Ostasien, den Nahen Osten und die asiatische Diaspora – es waren mehr als 50 Publisher aus den Regionen vertreten.

Das IFB zeigt sein neues Zine-Projekt »Stell dir vor…« erstmalig auf der MISS READ in Berlin.

Wir selbst haben natürlich unser eigenes Programm mitgebracht, das aus Arbeiten von Studierenden und Alumni des Fachbereich Gestaltung der HSBI besteht. Gleichzeitig haben wir die Chance genutzt um unser neues Zine-Projekt »Stell Dir vor…« einer großen Menge zu zeigen und uns darüber auszutauschen.

Mehr Infos zu unserem Zine-Projekt folgen noch – wenn ihr aber Interesse an der Teilnahme habt, dann schickt uns gerne eine Mail an mail@institut-buchgestaltung.de!

Das aktuelle Programm des IFB auf der MISS READ 2023.

Wir haben unsere Zeit auf der MISS READ genossen – auch wenn es so viel zu sehen gab, dass wir nicht annähernd alle Eindrücke hier zusammenfassen können. Scheint, als müssten wir wohl nächstes Jahr wieder hin!

Text Lars Vieth

Fotografie Dirk Fütterer

Betreuung des IFB-Stands Lars Vieth, Lena Kupper, Angelika Gertzen, Dirk Fütterer

31. August 2023

Stell dir vor, …

Design kann mehr als nur dem Kapitalismus dienen?

Design kann mehr als nur dem Kapitalismus dienen?

Unter dem Motto »Stell dir vor, …« entwickelt das Institut für Buchgestaltung ein ›Bookazine‹, in dem wir den Versuch wagen, uns unseren Zukunftsängsten zu stellen. Der Klimawandel, der Rechtsruck der Gesellschaft und der Kapitalismus – all dies und mehr drängt uns die Fragen auf: Wie können wir als Gestalter:innen in diesen Systemen unseren Idealen treu bleiben? Und wie können wir unsere eigene Zukunft und die Zukunft der Gesellschaft mit unseren Fähigkeiten positiv beeinflussen?

»Stell dir vor, ... Design kann mehr als nur dem Kapitalismus dienen.«

Für unsere Veröffentlichung haben wir Studierende über einen ›Open Call‹ gebeten Zines zu gestalten, die sich mit einer positiven Zukunftsvision beschäftigen. Auf je 16 Seiten werden eigene Utopien und Gedankenspiele präsentiert – ernste, übertriebe, humorvolle oder konkrete Ideen sollen die Diskussion über unsere Zukunft anregen.

Die Perspektiven des Transformationsdesign werden interdisziplinär betrachtet und die Beiträge der Studierenden durch begleitende Artikel und Interviews in einen realen Kontext eingeordnet. Dabei bleibt die grundlegende Motivation eine persönliche. Aus der Frage nach der eigenen Zukunft entspringt eine Exploration vielschichtiger Möglichkeiten, die uns möglicherweise zum Weitermachen inspiriert, wenn wir das Gefühl haben, vor dem Scheitern zu stehen.

»Im Angesicht der ökologischen und gesellschaftlichen Krisen, die uns mit jedem Jahr mehr einschränken, ist eine Transformation unserer Gesellschaft unabdingbar. Wenn es nicht die äußeren Einflüsse sein sollen, die uns zur Transformation zwingen, müssen wir selbst aktiv werden und über Transformationsprozesse nachdenken. Unsere junge Generation der Kommunikationsdesigner*innen steht aktuell vor der Frage: Wie werden wir zukünftig arbeiten und können wir als Gestalter*innen mit neuen Lösungen und Alternativen aktiv unsere eigene Zukunft beeinflussen?«

Die Publikation »Stell dir vor, …« erscheint voraussichtlich im März 2024!


Mehr Informationen zur Einreichung der Zine-Beiträge gibt es hier.

Grafik und Text Lars Vieth

28. Oktober 2022

Erstwerk Wettbewerb

Junge Buch- und Magazingestaltung im Vergleich. Einreichung bis zum 24. Oktober: Erstwerk

28. Oktober 2022

Symposium »the books are alright«

Wir veranstalteten ein Symposium zum Thema Buchgestaltung. Weitere Informationen findest du hier: Symposium

2. bis 4. September 2022

Indiecon

Wir präsentieren unser derzeitiges Programm auf der Indiecon 2022 in Hamburg.

Wir präsentieren unser derzeitiges Programm auf der Indiecon 2022 in Hamburg.

Die Indiecon ist Hamburgs Treffpunkt für alles, was Independet-Publishing zu bieten hat. Vom 2. bis zum 4. September 2022 waren die Türen im Hamburger Oberhafen, dem kreativen Anker für Kultur direkt neben der HafenCity, geöffnet. An drei Tagen konnten Besucherinnen und Besucher vielseitige und internationale Aussteller kennenlernen – und natürlich jede Menge Bücher, Magazine, Zines und Kunstdrucke erwerben.

Factory Hammerbrooklyn – ein Ort, für den Austausch verschiedener Disziplinen
Fotografie: Johannes Landstorfer

Seit 2014 gibt es die Indiecon, die sich seither zu einer internationalen Plattform für Verlage und alle Liebhaber des Independent Publishing entwickelt. Dieses Jahr fand sie erstmalig in der Factory Hammerbrooklyn statt – ein Ort, der für kreative Ideen und den Austausch verschiedener Disziplinen und Berufungen ins Leben gerufen wurde. Mit der neuen Location wurde die Messe auch internationaler als zuvor: Mehr als 100 unabhängige Verlage und Solo-Publisher kamen in diesem Jahr in Hamburg zusammen. Ergänzt wurde das Programm durch zwei Abende mit Keynotes, Diskussionen und Vorträgen unabhängiger Verlegerinnen und Verleger.

»Repetition is not a Repeat« – das diesjährige Motto »verweist einerseits auf die Situation von Publishern, sich mit ihrer Arbeit permanent im Spannungsfeld von Wiederholung und Neuerfindung zu bewegen«, heißt es in einem Text des Indiecon-Teams. »Gleichzeitig müssen auch Gesellschaften fortlaufend verhandeln, wie sie ihre Zukunft gestalten wollen: Was kann bleiben und was muss sich ändern? Was wollen wir bewahren und was können wir hinter uns lassen?«

Das Institut für Buchgestaltung des Fachbereichs Gestaltung präsentierte auf der Messe sein aktuelles Programm.
Fotografie: Malte Michels

Das Institut für Buchgestaltung des Fachbereichs Gestaltung der FH Bielefeld präsentierte auf der Messe sein aktuelles Programm, das für die Messe noch um drei studentische Arbeiten erweitert wurde. In den drei Publikationen beschäftigen sich die Autorinnen und Autoren mit sich selbst.

»Sag doch mal was!« von Carina Thomas, »Who am You?« von Jan Borreck und »Innere Umbauten« von Janice Jensen (v.l.n.r.)
Fotografie: Malte Michels

Heraus kamen eine illustrative Hommage an die Introversion (»Sag doch mal was!« von Carina Thomas), die Beschäftigung mit dem Verlust des Haarwuchses (»Who am You?« von Jan Borreck) und Beobachtungen übers Vermissen, Erinnern und Akzeptieren, dass nichts für immer ist (»Innere Umbauten« von Janice Jensen).

Text Lars Vieth

Fotografie Johannes Landstorfer, Malte Michels

Betreuung des IFB-Stands Lars Vieth, Johannes Landstorfer, Fabian Latka, Malte Michels

19. März 2022

Reboot Institut

Nach drei Jahren Stille, ist das Institut für Buchgestaltung wieder aktiv.

19. März 2022

It's a book

Wir präsentieren unser derzeitiges Programm auf der It's a book der HGB Leipzig.

Wir präsentieren unser derzeitiges Programm auf der It's a book der HGB Leipzig.

Die It’s a book ist das jährliche Zusammentreffen von Produzierenden im Bereich der Independent Publishing Fair in Leipzig und hat am 19. März 2022 zum neunten Mal an der Hochschule für Grafik und Buchkunst stattgefunden. Die Messe versteht sich als Marktplatz für Bücher und Tauschplatz von Ideen und Debatten. Hieß es im letzten Jahr noch »It’s a book, it’s a screen, it’s a space in between«, lautete das diesjährige Motto »It’s a book, it’s a word that you choose, it’s a language in use«. Müsste ich ein Word wählen, das Leipzig im Frühling 2022 beschreibt, es wäre ›trotzdem‹. Auf der Buchmesse präsentierten sich über fünfzig Verlage, die sonst auf der Leipziger Buchmesse ihre aktuellen Titel vorgestellt hätten; die Kunsthochschule Berlin Weißensee bietet Hochschulen mit Plan B einen Raum, in dem sich Kunst- und Designstudierende trotz Einschränkungen vernetzen und gegenseitig inspirieren können; im Programm zu Teil der Bewegung. Lange Nacht der Lyrik wird verkündet: »Leipzig liest trotzdem!« und im GRASSI Museum für Angewandte Kunst findet erstmalig das Leipzig Photobook Festival statt. Auch das Institut für Buchgestaltung hat sich ›trotzdem‹ auf den Weg nach Leipzig gemacht – im Koffer dreißig Fragen, ausgewählt aus ungefähr hundert Fragen zur Gestalt des Buches; jeder Frage wird ein ›unbeschriebenes Buch‹ gewidmet. Die Frage zieht sich über Rück- und Vorderseite des Leinenumschlags. Um die Frage zu lesen, muss das Buch gedreht und gewendet werden, denn ohne die sinnliche Erfahrung, es in die Hand zu nehmen, kann es nicht erfasst werden.

Über hundert Fragen zur Buchgestaltung gelangten per Siebdruck auf die Umschläge von Notizbüchern, die wir mit zur It’s a book brachten.
Fotografie: Johannes Landstorfer

Fragen wie »Sollte ich die Grenze des Buches respektieren?« oder »Können Bücher Heimat ersetzen?« führten zu angeregtem Austausch über Buchgestaltung und typografische Forschung mit den Messebesuchern. Auch das Symposium als Begleitprogramm versprach Austausch und Debatte. Die Frage »Wie können wir mit Sprache unsere gesamte Gesellschaft repräsentieren und alle Gruppen von Personen mit einbeziehen?« diente als Leitfaden für das Tagesprogramm. Den Gästen Anja Kaiser (Lehrgebiet Schrift und Typografie), Dirk Sorge (Künstler- und Kulturvermittler, Gründungsmitglied von Berlinklusion), Julia Schäfer (Kuratorin und Kunstvermittlerin) Sandra Hetzl (übersetzt, schreibt, forscht und kuratiert mit Fokus auf zeitgenössische arabische Literatur) und Swantje Lichtenstein (Professorin für Ästhetische Praktiken und Text im In- und Ausland, Performancekünstlerin und Soundpoetin) gelang es, Aspekte rund um Zugang, Zugänglichkeit und Zugangschaffen divers zu beleuchten. Mit Hunger nach persönlichem Austausch sind wir angereist, gesättigt von Eindrücken und Gesprächen konnten wir abreisen; Fragen hatten wir im Gepäck, mehr Fragen haben wir mit nach Hause gebracht – trotz Einschränkungen uneingeschränkt bereichert.

Text Jana Sehnert

Fotografie Johannes Landstorfer

Betreuung des IFB-Stands Jana Sehnert, Johannes Landstorfer, Lars Vieth, Malte Michels

12. Mai 2009

Bielefelder Bibel

Neue Typografie für die Heilige Schrift

Neue Typografie für die Heilige Schrift

Die Bielefelder Bibel ist eine neuartige Bibelausgabe, welche die Eigenart der biblischen Bücher und die emotionale Klangfarbe ihrer Texte durch schriftgestalterische Elemente in Szene setzt. Diese ansprechende und lesefreundliche Präsentation der Bibel soll Lust auf ihre Lektüre wecken und gleichzeitig ein vertieftes Verständnis biblischer Texte ermöglichen. Die Leserinnen und Leser erleben die Bibel in ihrer ganzen inhaltlichen Vielfalt und ihrem großen sprachlichen Reichtum. Die Bielefelder Bibel ist eine Ausgabe, die nicht nur Bibelkenner, sondern auch Literaturinteressierte begeistert.

Die Gestaltung der Bibel ist seit Jahrhunderten eine sehr große Herausforderungen für Buchgestalterinnen und -gestalter. Im Jahr 2009 haben sich die Exegetin Dr. Melanie Peetz und Prof. Dirk Fütterer der Herausforderung gestellt und das Forschungsprojekt Bielefelder Bibel auf den Weg gebracht. Von Anfang an war es erklärtes Ziel, die Bücher und Briefe der Bibel auf Grundlage einer neuartigen exegetisch-literaturwissenschaftlichen Analyse inhaltlich angemessen und nicht zuletzt lesefreundlicher zu gestalten. Typografie und Layout der Bielefelder Bibel sollten – anders als die im Regelfall schwer lesbaren Bibelausgaben – sowohl der spirituellen und kulturellen als auch der narrativen und emotionalen Dimension der Texte gerecht werden und einen neuen, vereinfachten Zugang zur Bibel ermöglichen.

Seit Beginn des Forschungsprojekts Bielefelder Bibel haben rund 60 zumeist studentische Gestalterinnen und Gestalter der Hochschule Bielefeld in Kooperation mit der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen/Frankfurt am Main an einer zeitgemäßen Präsentation des Bibeltextes gearbeitet. Im Februar 2016 ist eine Auswahlausgabe mit 21 biblischen Schriften (688 S., in der Herder-Übersetzung) im Verlag Herder in Freiburg erschienen, siehe auch IFB-Webshop. Nach einer längeren Pause wird aktuell an einer Realisierung der Gesamtausgabe gearbeitet; die Veröffentlichung ist für Ende 2024 geplant (Stand: August 2023).

Vorbestellung der Gesamtausgabe
mail@institut-buchgestaltung.de

Weitere Infos zum Projekt unter: 
www.bielefelder-bibel.de

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